www.hilfe-ich-brauche-einen-Taufspruch.de

Endlich hat man einen Tauftermin gefunden, an dem alle können. Eltern, Großeltern und Paten, Freunde und Verwandte. Und der Pfarrer hat auch Zeit.

Jetzt steht die Taufe an und der Pfarrer kommt zum Taufgespräch.

Ein Taufspruch muss her. Aber wie?

Der letzte Blick in die Bibel war im Konfirmandenunterricht. Und den eigenen Konfirmationsspruch möchte man dann doch nicht weitergeben oder hat auch ihn schlicht vergessen.

Gut, dass es das Internet gibt. Hier gibt es die schöne Seite Taufspruch.de, auf der man Schritt für Schritt zu einem Taufspruch geführt wird.

Zunächst wählt man aus, welche Lebenseinstellung im Moment wichtig ist.

Welche Lebenseinstellung ist Ihnen wichtig?

„Viel Liebe erfahren dürfen“ zum Beispiel. Welche Eltern wünschen sich das nicht für ihr Kind? Oder „Zu sich selbst stehen können“, „Tolerant und offen sein“.

Selbstbewusstsein, Toleranz, das sind Stichworte, die gut zu einem Leben passen, dass sich Eltern für Kinder wünschen. Da fällt die Auswahl dann schon fast ein bisschen schwer.

Das macht aber nichts, man hat ja mehrere Versuche.

Wie soll das Kind durchs Leben gehen?

„Mit anderen im Frieden leben“ klicke ich an und schaue, was da kommt.

Ich werde aufgefordert zu überlegen, wie mein Kind durchs Leben gehen soll: Fröhlich und dankbar, liebevoll, mit Gottvertrauen oder mutig.

Hier schwanke ich zwischen Gottvertrauen und Mut, wähle dann aber den Mut.

Nun bietet mir die Seite 10 Bibelverse an, die alle mit Frieden und Mut zu tun haben – sollten. Bei manchen, wie zum Beispiel bei „“Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen; segnet, die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen.” (Lukas 6,27-28) leuchtet mir das ein. Feinde zu lieben und denen Gutes zu tun, die einen hassen, das ist nicht leicht. Das braucht Mut. Und dem Frieden dient es auch.

Bei “Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele.” (Psalm 121,7) fällt es mir schon schwerer, die Verbindung zu den Stichworten hinzubekommen, aber das liegt sicher wieder einmal an meiner mangelnden Fantasie.

So recht gefällt mir keiner der zehn angebotenen Sprüche. Hätte ich doch dem Gottvertrauen folgen sollen? Ich mache es mal. Also: eine Seite zurückgeklickt und „Mit Gottvertrauen“ angewählt.

Auch hier begegnet mir Psalm 121,7. Mit Gottvertrauen kann ich ihn schon eher verbinden, aber mein Lieblingsspruch wird es hier dennoch nicht.

Dieser Taufspruch soll es sein!

Hier gefällt mir 2. Timotheus 1,7 „“Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ am besten. Ihn wähle ich und klicke auf „Dies soll derTaufspruch werden.“

Auf der nächsten Seite wird mir gratuliert und ich kann den Taufspruch auf Facebook, Twitter und Google+ teilen. Auch per Email kann ich ihn verschicken.

Spielen Sie hier Ihre Taufe durch und erfahren Sie eine Menge zum Thema „Taufe“.

Außerdem kann ich mich über die Bedeutung der Taufe informieren und die Taufe „durchspielen“.  Dahinter verbirgt sich ein Link auf eine Seite der Bayrischen Landeskirche. Hier kann ich verschiedene Links auf einem liebevoll mit Playmobilfiguren nachgestellten Gottesdienst anklicken und mich über die Möglichkeit, während des Gottesdienstes zu fotografieren, informieren, oder mir Fürbitten für mein Taufkind aussuchen.

Insgesamt bin ich bei meiner kleinen Suche nach einem Taufspruch bestimmt eine gute halbe Stunde auf der Seite und habe hinterher eine Menge mehr Informationen.

Die Suche nach dem richtigen Taufspruch macht nicht nur Spass, sondern informiert auch über die Taufe und inspiriert zur Beteiligung am Taufgottesdienst.

Das Ganze gibt es auch zur Trauung unter Trausspruch.de und zur Konfirmation unter Konfispruch.de.

Auch Worte zur Bestattung kann man auf diese Art und Weise finden.

Welche Erfahrungen haben Sie bei der Suche nach einem Taufspruch gemacht? Ist es Ihnen schwergefallen, den passenden Spruch zu finden?

Welche Erfahrungen haben Sie mit Ihren eigenen Sprüchen gemacht? Wissen Sie sie noch? Sind sie Ihnen im Laufe Ihres Lebens noch einmal begegnet? Waren sie hilfreich? Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

Über Norbert Deka

Lebt und arbeitet im Ruhrgebiet. Als Pfarrer einer Kirchengemeinde ist er täglich mit Fragen des Glaubens und des Lebens konfrontiert. Auf der Suche nach Antworten sammelt er hier seine Gedanken.

Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

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